Veränderungen

8.8.2019

Ladakh feiert heute die – wohl für beide Teile ziemlich überraschend durchgeführte – Abtrennung von Kaschmir.

Ladakh und Kaschmir – die bisher im Bundesstaat „Jammu and Kaschmir“ vereint waren – sind nun jeweils eigene „Union Territories“.

Damit haben sie (noch?) nicht den Status von Bundesstaaten, sondern sind direkt der indischen Regierung unterstellt.

Für Ladakh hat das Vor- und Nachteile, jedenfalls bedeutet es weniger Autonomie, als es ein „richtiger“ Bundesstaat hätte.

Ein möglicher Nachteil wäre der „Ausverkauf“ Landes durch reiche indische Investoren, da es diesen nun erlaubt ist, Grund und Boden in Ladakh zu erwerben. Das war bisher nicht der Fall. Es könnten z.B. große, nicht zur traditionellen Architektur passende Hotels gebaut werden, so eine der Befürchtungen. Die besondere Kultur Ladakhs könnte noch schneller zurückgedrängt werden, als dies mit fortschreitender Modernisierung ohnehin zu passieren scheint.

Die Vorteile wären vor allem wirtschaftlicher Natur, mehr Arbeitsplätze, Investitionen etc.

Obwohl sich die Ladakhis dieser verschiedenen Seiten bewusst sind, war heute einmal eine offizielle Feier in Leh angesetzt. Sie lief ganz entspannt ab, zumindest während ich dabei war.

Es gab Gesangs- und Tanzaufführungen und natürlich viele Reden. Auch verschiedene Fernsehsender waren da und führten Interviews.

Tee wurde an alle Anwesenden ausgeschenkt.

Im benachbarten Kaschmir – nun auch ein eigenes „Union Territory“ – sieht das alles anders aus. Aber das kann man ja ohnehin in den österreichischen Nachrichten nachlesen.

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