Archiv des Autors: Susanne

Tia – Fortsetzung

31.7.2019

Der 2. Teil des gestrigen Besuchs:

Blick vom Kloster

Der Weg führt über den Fluss…

Zu einem Gebäude mit Gebetsmühlen, die vom Wasser des Flusses betrieben werden. Ein sehr idyllischer Ort.

Angeblich kann man das Wasser aus dem Fluss bedenkenlos trinken. Ich hab’s nicht versucht.

Wieder zurück über die diversen Brücken…

Tia

30.7.2019

Besuch im Heimatdorf des schon von gestern bekannten Taxifahrers, 2 Stunden Fahrt von Leh entfernt, diesmal in anderer Richtung, also Richtung Alchi/Lamayuru.

Unzählige Fotos, Auswahl fällt schwer, daher heute nur mal Teil 1.

Auf der Fahrt – teilweise unwirklich anmutende Landschaften.

Und typisch indische Trucks.

‚o ma chu, der „Milchfluss“, wegen seiner milchigen Farbe. Er fließt durch Tia, und schon die letzte Strecke des Weges dorthin führt an ihm entlang.

Den traditionell gekleideten Mann haben wir ein Stück mitgenommen.

Tia bzw. Teile davon.


Handgeknüpfte Schafwollteppiche.

Wieder eine Einladung zum Tee.

Hier wird eine riesige Mañjuśri-Statue gebaut.

Kampf mit dem Wind und den Haaren… :-))

Noch das beste Ergebnis…

Ein ziemlich vielfältiger Tag

29.7.19
Der Tag hat gar nicht so gut begonnen. Gestern gab es ja Regen, heute Morgen beim Blick vom Balkon sah es auch wieder sehr danach aus.

Dann wurde es aber noch ein wunderschöner (wenn auch relativ anstrengender) Tag.

Die Besitzerin meines Guesthouses hatte einen Taxifahrer für mich gefunden, der einigermaßen Englisch sprach und mir helfen konnte, mit den Leuten zu sprechen.

Darüber hinaus hatte ich das Glück, dass er meine Sache zu der seinen machte und sich echt ins Zeug legte, um mir Kontakte zu vermitteln.

Igu, ca. eine Stunde Autofahrt von Leh entfernt…

Der Versuch, etwas zu recherchieren, endete mit einer Einladung zum Tee bei einer Familie und der Aussicht auf einen weiteren Besuch in einem Haus in der Nähe in ein paar Tagen.

Im Dorf bei Hemis konnte ich einen alten Mann interviewen, den ich schon vom Vorjahr kannte, diesmal mit sprachlicher Unterstützung. Er hat sich über den Besuch gefreut. Dem Kloster stattete ich anschließend auch noch schnell einen Besuch ab.

Nach Sabu fuhren wir, um einen Geshe (buddhistischen Gelehrten) zu treffen, mit dem ich laut Taxifahrer unbedingt sprechen sollte. Es hat auch tatsächlich geklappt, leider gibt es davon keine Fotos.

Sabu Gompa von außen…

…und von innen.

Es ergab sich auch die besondere Gelegenheit, Mönchen beim Herstellen eines Mandalas zuzusehen. Es wird aus winzigen, farbigen Sandkörnern gestaltet und am Ende, nach den dazugehörigen Ritualen wieder zerstört.

Abends Pizza im altbekannten Lokal. Der Kellner hat mich wiedererkannt. 🙂

Moscheen- und Fußgängerzonen-Update

28.7.19

Ich kann ja hier langsam schon die Veränderungen über die Jahre beobachten.

Irgendwann war die Moschee (bzw. ein Teil davon) auf einmal weg, und hinter einer Planke sah man nur mehr eine große Baustelle.

Jetzt ist die Planke weg und man sieht schon etwas von der Moschee. Fertig ist sie aber noch nicht.

Auch die Fußgängerzone hat sich verändert, von einer – je nach Wetter – staubigen oder schlammigen Baugrube im Jahr 2014 hin zu einer mittlerweile recht schön angelegten Einkaufsstraße.

Neu sind meines Erachtens heuer die Bänke.

Da hält man gern ein Trätschchen.

Glück gehabt

28.7.2019
Für die, die’s nicht so recht glauben konnten: Es sind tatsächlich „normale“ Flugzeuge, mit denen man nach Ladakh fliegt. 🙂

Für 180 Passagiere, ich hab‘ heute extra die Reihen gezählt und es ausgerechnet.

Der Flug ist für mich immer so, dass ich mir denke, allein dafür hat sich’s schon ausgezahlt. Aber das muss nicht für jeden so sein, ich hab‘ da vielleicht einen ganz eigenen Spleen.
Abflug in Delhi…

Und dann wird’s grau.

Über dem Smog und den Wolken…

Diesmal hatten wir einen äußerst mitteilsamen Piloten. Er hat uns lang und breit erklärt, warum wir eine halbe Stunde Verspätung haben. Einer der Gründe war, dass das Flugzeug vor uns wegen des schlechten Wetters in Leh nicht landen konnte.

Schlechtwetter heißt in diesem Fall Wolken und Regen. Da man bei der Landung auf Sicht fliegen muss, drehen die Piloten in so einem Fall um und fliegen nach Delhi zurück. Was dann mit den Passagieren genau passiert, weiß ich auch nicht.

Wir hatten Glück und das Wetter war besser.

Eintauchen in die Wolkendecke beim Landeanflug …

Vorbei an den Felsen…

Und kurz vor der Landung in Leh…

Flughafenidylle …

Man muss hier natürlich wieder ein extra Formular ausfüllen, fast so, als ob man in ein anderes Land einreisen würde.

Das Gepäcksband mit „Werbung“…

Seit Neuestem verkaufen sie hier Sauerstoffflaschen, wegen der Höhe. Ob die irgendetwas bringen, weiß ich allerdings nicht. Ich setze auf Trinken.

Der Flughafen von außen, benannt nach dem Oberhaupt des Klosters, das sich ganz in der Nähe der Landebahn befindet.

Angekommen, nach einer Nacht mit kaum Schlaf.

Ein Kreis schließt sich

Leh, 31.7.2018

Ein Monat in Ladakh neigt sich dem Ende zu. Während meiner Zeit hier in Leh ist eine Bewohnerin des Hauses (die Großmutter der Familie) gestorben, ein neuer Bewohner (ihr Enkel) ist auf die Welt gekommen, und das innerhalb von nur ein paar Tagen.

Heute habe ich einen Artikel über Dankbarkeit gelesen, sie ist sehr wichtig für den Zusammenhalt in sozialen Gruppen. Aber nicht in jeder Gesellschaft gibt es ein Wort dafür, nicht, weil es sie dort nicht gibt, sondern weil sie als so selbstverständlich erachtet wird, dass man gar nicht darüber redet. Ich möchte das doch ein wenig tun.

Abends bin ich heute noch einmal zum Shanti-Stupa hinaufgegangen, viel müheloser als noch vor ein paar Wochen. Dort oben herrscht immer eine heitere Stimmung, die Leute freuen sich über den Ausblick, lachen und machen unzählige Fotos.

Ein wunderschöner Abschluss – er hat mir bewusst gemacht, dass ich sehr dankbar bin, dass ich so lange hier sein und mich einem Thema widmen konnte, das mich sehr interessiert. Das war oft anstrengend, ich hatte immer im Hinterkopf, was ich noch alles herausfinden wollte bzw. sollte, und habe fast jeden Tag meine Aktivitäten danach ausgerichtet. Nicht alles ist mir dabei gelungen, aber ich habe viele Bausteine zusammengetragen und kann wohl zufrieden sein.

Dankbar bin ich auch für die Segnungen des Internets, das – sofern gerade vorhanden – meinen „Draht“ nach Hause dargestellt hat, mich aber auch mit Menschen in den verschiedensten anderen Ländern verbunden hat.

Dankbar bin ich ganz besonders für die Leute hier, die mir ein Stück ihrer Welt eröffnet haben, sei es, weil sie mich in ihrem Wohnzimmer schlafen ließen, meine Fragen geduldig beantworteten oder einfach etwas aus ihrem Leben erzählten. Die besten Dinge davon sind ungeplant geschehen, wie das folgende Foto beim Shanti-Stupa. Ich kannte die Familie gar nicht.

Das ist wohl das perfekte Abschlussfoto.

Noch eine Großveranstaltung

Choglamsar, 30.7.2018

Nach mehreren Verschiebungen begannen heute doch die angekündigten Teachings des D. L. in Choglamsar.

Auf dem Hinweg gibt es allerhand zu kaufen, Nützliches wie Sitzpolster oder Decken, aber auch weniger Nützliches.

Das Gelände ist dasselbe, auf dem auch Kalacakra 2014 und die Feier anlässlich des Geburtstages, über die ich vor einigen Wochen berichtet habe, abgehalten wurden.

Es ist sehr voll, fast wie bei Kalacakra.

Natürlich sind auch viele Mönche und Nonnen hier.

Ohne Schirme wäre es in der Sonne kaum erträglich.

Wie bei solchen Veranstaltungen üblich, wird Tee ausgeschenkt.

Zum Schluss gehen noch viele in den kleinen Tempel auf dem Gelände.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz ist natürlich sehr viel los. Ich fahre mit einem der Busse zurück, die extra für die Veranstaltung zwischen hier und Leh pendeln. Der ist gesteckt voll, und auf der Straße ist ein ziemlicher Stau.

In Leh führt der Weg von der Bushaltestelle zum Main Market durch den Basar.

Homestay

27./28. 7. 2018

Die letzten zwei Tage habe ich wieder in dem kleinen Dorf verbracht, diesmal bei einer anderen Gastfamilie.

Gegen Abend wird noch auf dem Feld gearbeitet, die Kinder sind auch dabei.

Da die Familie, die ich schon kenne, Verwandtenbesuch und daher keinen Platz hat, vermitteln sie mir eine Übernachtungsmöglichkeit in einem anderen Haus. Das geht alles sehr unkompliziert.

Und schon sitze ich wieder in einer Küche. Vor dem Abendessen zeigt mir der sehr nette Großvater des Hauses aber noch den kleinen Tempel („Gompa“) im Dorf. Der steht ganz oben am Berg, rechts im Bild.

Der Tempel ist Avalokiteśvara geweiht, das ist der mit den vielen Armen. Rundum in den Vitrinen sind Tara-Figuren.

Ein paar Leute sitzen vor Sonnenuntergang noch zusammen und unterhalten sich.

Abends gibt es Thukpa, das ist eine sehr gehaltvolle Suppe mit Teigwaren und Gemüse. Die Nudeln werden selbst gemacht.

Ich brauche glücklicherweise nur zuzuschauen.

Der kleine Bub hat allerhand gute Ideen, während die Oma arbeitet.

Fertig: Thukpa, mit einem grünen, spinatartigen Gemüse.

Schmeckt gut, dazu trinkt man gesalzenen Buttertee. Langsam gewöhne ich mich daran.

Mein Schlafzimmer…

Und der Eingang dazu, hinter dem Vorhang…

Morgenblick…

Was sich in diesem idyllischen Gebäude verbirgt, darf man 1x raten. Rechts modern, links „local“. Letztere ist bestimmt die ökologischere Variante.

Zurück nach Leh geht es mit dem Bus, der tatsächlich jeden Nachmittag fährt. Nun weiß ich es ja schon und habe keinen Stress mehr damit.

Wieder in der „Großstadt“ (es kommt einem wirklich ein wenig so vor)…