Thikse, die ?-te

4.8.2019

Zunächst einmal führt die Reise nach Thikse, einem mir schon gut bekannten Gelugpa-Kloster, das ich einer Italienerin, die mich heute begleitet, zeige.

Immer wieder schöne Ausblicke ins Industal…

In Thikse sind gerade Gebete anlässlich des gestrigen Todes eines Mönches in Gange. Viele Leute sind dazu versammelt und werden auch mit Tee und Essen versorgt.

Mal eine etwas andere Perspektive des Klosterhofes…

Der alte Versammlungsraum, etwas düster zu und sehr stimmungsvoll…

So ein ähnliches Foto gab’s letztes Jahr schon einmal. Aber die Kulisse ist einfach verlockend.

Die riesige Maitreya-Statue ist zwei Stockwerke hoch.

Miru – Gya – Rumtse

2.8.2019

Bin müde. Trotzdem schnell ein paar Eindrücke von der heutigen Fahrt nach Miru, Gya und Rumtse.

Sehr unterschiedliche Landschaften, teilweise viel schroffer als im Industal, mit rot eingefärbten Felsen.

Dann aber auch wieder fast „liebliche“, landwirtschaftlich genutzte Gegenden.

In Miru gibt es einen Durchgangs-Stūpa und ein paar Häuser. Die Inschrift an dem Stupa ist kaum mehr lesbar, trotzdem muss ich natürlich Fotos davon machen. Im Kloster am Berg oben ist leider niemand „zu Hause“.

Weiterfahrt nach Gya, durch wieder andere Landschaften.

Grasende Rinder. Die Yak-Herden sind, wie wir hören, über den Sommer (leider) noch weiter oben, auf der Alm.

Blick auf das Dorf Gya.

Das heißt Tara (oder so ähnlich) und ist (bzw. wird) so etwas wie getrockneter Käse, wenn ich das richtig verstanden habe.

Einladung zum Essen, in irgendeinem Haus, bei völlig Unbekannten. Es gibt ein einfaches Reisgericht.

Und eine Art Yoghurtgetränk, vermischt mit Mehl aus geröstetem Getreide. Man hat keine Chance, es nicht zu trinken. Es gilt als sehr gesund. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig.

Von Ferne ist ein sehr eigenartiges Gebäude zu sehen, ein bisschen rätselhaft.

Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein Stupa ist, eingerahmt von gestreiften Säulen und einem Dach. Ich habe so etwas noch nie gesehen.

Um eine Foto-Session in den Feldern komm‘ ich irgendwie nicht herum. Ist ja wirklich so schön grün.

An der Straße nach Rumtse grasen wieder Rinder.

Ein Lhatho (Schrein für Schutzgottheiten) wäre nur mittels Ohne-Schuhe-durch-den-Fluss-Waten zu erreichen, da es keine Brücke gibt. Na gut, dann halt nur ein Foto von Ferne.

„Picknick“

Essen in Ladakh

1.8.2019

Ich werde ja öfter gefragt, wie das so ist mit dem Essen in Ladakh. Daher wieder einmal ein kleiner Einblick.

In Tia bei Tingmosgang (30.7.) hatte ich die Gelegenheit, in der Familie des Taxifahrers mitzuessen.

Der junge Mann half brav seiner Mutter beim Kochen.

Das Gemüse stammte alles aus dem eigenen Garten: eine Art Mangold, Karfiol, Paradeiser, Zwiebeln. Außerdem wachsen dort noch Kartoffeln, Linsen, Karotten und alle möglichen Kräuter. Und Getreide.

In dem Verschlag wird auch eine Kuh gehalten.


Teig machen und Gemüse vorbereiten…

Teig auswalken…


Teile ausstechen…

Suppeneinlage formen…

So sieht die dann aus, wenn sie fertig ist.


Und das fertige Gericht: eine Suppe mit viel Gemüse und diesen Teigwaren. Den Namen habe ich leider vergessen. Dazu gesalzenen Buttertee – sehr typisch für den tibetischen Kulturkreis, daher auch für Ladakh. Aber nicht mein Fall; ich kann mich bestenfalls daran gewöhnen. Die Suppe war aber gut.

Mir wurde übrigens der gesamte Garten und das kleine Feld vorgeführt, inklusive Erdbeeren, die hier auf über 3500 Metern auch wachsen.

Tia – Fortsetzung

31.7.2019

Der 2. Teil des gestrigen Besuchs:

Blick vom Kloster

Der Weg führt über den Fluss…

Zu einem Gebäude mit Gebetsmühlen, die vom Wasser des Flusses betrieben werden. Ein sehr idyllischer Ort.

Angeblich kann man das Wasser aus dem Fluss bedenkenlos trinken. Ich hab’s nicht versucht.

Wieder zurück über die diversen Brücken…

Tia

30.7.2019

Besuch im Heimatdorf des schon von gestern bekannten Taxifahrers, 2 Stunden Fahrt von Leh entfernt, diesmal in anderer Richtung, also Richtung Alchi/Lamayuru.

Unzählige Fotos, Auswahl fällt schwer, daher heute nur mal Teil 1.

Auf der Fahrt – teilweise unwirklich anmutende Landschaften.

Und typisch indische Trucks.

‚o ma chu, der „Milchfluss“, wegen seiner milchigen Farbe. Er fließt durch Tia, und schon die letzte Strecke des Weges dorthin führt an ihm entlang.

Den traditionell gekleideten Mann haben wir ein Stück mitgenommen.

Tia bzw. Teile davon.


Handgeknüpfte Schafwollteppiche.

Wieder eine Einladung zum Tee.

Hier wird eine riesige Mañjuśri-Statue gebaut.

Kampf mit dem Wind und den Haaren… :-))

Noch das beste Ergebnis…

Ein ziemlich vielfältiger Tag

29.7.19
Der Tag hat gar nicht so gut begonnen. Gestern gab es ja Regen, heute Morgen beim Blick vom Balkon sah es auch wieder sehr danach aus.

Dann wurde es aber noch ein wunderschöner (wenn auch relativ anstrengender) Tag.

Die Besitzerin meines Guesthouses hatte einen Taxifahrer für mich gefunden, der einigermaßen Englisch sprach und mir helfen konnte, mit den Leuten zu sprechen.

Darüber hinaus hatte ich das Glück, dass er meine Sache zu der seinen machte und sich echt ins Zeug legte, um mir Kontakte zu vermitteln.

Igu, ca. eine Stunde Autofahrt von Leh entfernt…

Der Versuch, etwas zu recherchieren, endete mit einer Einladung zum Tee bei einer Familie und der Aussicht auf einen weiteren Besuch in einem Haus in der Nähe in ein paar Tagen.

Im Dorf bei Hemis konnte ich einen alten Mann interviewen, den ich schon vom Vorjahr kannte, diesmal mit sprachlicher Unterstützung. Er hat sich über den Besuch gefreut. Dem Kloster stattete ich anschließend auch noch schnell einen Besuch ab.

Nach Sabu fuhren wir, um einen Geshe (buddhistischen Gelehrten) zu treffen, mit dem ich laut Taxifahrer unbedingt sprechen sollte. Es hat auch tatsächlich geklappt, leider gibt es davon keine Fotos.

Sabu Gompa von außen…

…und von innen.

Es ergab sich auch die besondere Gelegenheit, Mönchen beim Herstellen eines Mandalas zuzusehen. Es wird aus winzigen, farbigen Sandkörnern gestaltet und am Ende, nach den dazugehörigen Ritualen wieder zerstört.

Abends Pizza im altbekannten Lokal. Der Kellner hat mich wiedererkannt. 🙂

Moscheen- und Fußgängerzonen-Update

28.7.19

Ich kann ja hier langsam schon die Veränderungen über die Jahre beobachten.

Irgendwann war die Moschee (bzw. ein Teil davon) auf einmal weg, und hinter einer Planke sah man nur mehr eine große Baustelle.

Jetzt ist die Planke weg und man sieht schon etwas von der Moschee. Fertig ist sie aber noch nicht.

Auch die Fußgängerzone hat sich verändert, von einer – je nach Wetter – staubigen oder schlammigen Baugrube im Jahr 2014 hin zu einer mittlerweile recht schön angelegten Einkaufsstraße.

Neu sind meines Erachtens heuer die Bänke.

Da hält man gern ein Trätschchen.