Hemis, einmal aus anderer Perspektive

Hemis, 11.7.2018

Am Südhang des Tales von Hemis steht eine große vergoldete Buddhafigur, die sich ursprünglich im mittleren Versammlungsraum des Klosters befand. Zu dieser Statue kann man – wieder einmal – über viele, viele Stufen hinaufgehen.

Sie thront sehr eindrucksvoll über dem Tal.

Man sieht von dieser Stelle sehr gut auf das Kloster, aber auch weit bis ins Industal hinunter.

Ganz oben am Westhang liegt die Einsiedelei des Gotsangpa aus dem 13. Jahrhundert, die die erste bekannte Gründung in diesem Tal darstellte. Das Kloster selbst wurde erst 1630 von dem Yogin Taktsang Repa gegründet.

Wenn man wieder unten angekommen ist und das Tal vom Kloster aus noch weiter bergauf entlanggeht, kommt man an idyllischen, überraschend grünen Stellen vorbei.

Altes Motiv – neuer Text

Leh, 9.7.2018

Den Shanti-Stupa – in den 1980er Jahren auf Initiative eines Japaners hin auf einer Anhöhe am Rande Lehs erbaut – habe ich hier ja schon öfter gezeigt. Aber noch nie zu so später Tageszeit.

Der Vorteil, wenn man kurz vor Sonnenuntergang raufgeht: Es ist nicht ganz so anstrengend.

Man sieht dann vielleicht auch nicht ganz so erledigt aus.

Und die Aussicht ist noch genauso schön.

Der Aufforderung kann man wohl nichts entgegensetzen:

Oben gibt es auch einen Tempel, der als Ort der Meditation gedacht ist.

Der Weg hinunter ist ja kein Problem und lässt die Anstrengung des Aufstiegs schnell wieder vergessen.

Ich bin übrigens erst heute Früh von einer weiteren Übernachtung im Kloster Hemis zurückgekommen – selbe „Klosterzelle“ wie letztens – diesmal mit dem Bus.

Gestern bin ich hingefahren, ebenfalls mit dem Bus. Er sollte laut verschiedener mündlicher Quellen entweder um 8:00, um 8:30 oder 9 Uhr abfahren. Tatsächliche Abfahrtszeit war dann 10 Uhr. Der Fahrer meinte, am selben Tag gebe es keinen Bus zurück nach Leh. Daher übernachtete ich in Hemis (zum Glück hatte ich mit so etwas schon gerechnet und die Zahnbürste eingepackt) und nahm den Bus am Morgen. Der sollte um 9:30 fahren und kam dann ca. um 10:15 Uhr. Aber wegen so kleiner Abweichungen regt man sich ja nicht auf, solange immerhin irgendwann ein Bus kommt.

Die Fahrt ist schön, teilweise muss man sich etwas zusammenquetschen, wenn viele Leute einsteigen, aber man bekommt etwas mehr von der Landschaft mit, weil der Bus langsamer unterwegs ist als ein Taxi.

Auf der Brücke über den Indus…

Ach ja, und für eine Strecke (ca. 45 km) zahlt man ca. 1 €. Fahrkarten gibt es keine, man zahlt beim „Busbegleiter“, der dem Fahrer immer zupfeift oder -ruft, wenn er stehenbeleiben soll, weil Leute ein- oder aussteigen wollen. Busstationen sind relativ, sie liegen theoretisch überall auf der Strecke.

„Birthday party“

Choglamsar, 6.7.2018

Meine Hausleute hatten mir vor ein paar Tagen erzählt, dass der Dalai Lama gerade in Ladakh sei und es eine Feier anlässlich seines 83. Geburtstages geben werde. Die war heute, und so ein Großereignis kann man sich natürlich nicht entgehen lassen.

Das Publikum bestand vorwiegend aus Ladakhis, von denen viele traditionell und oft sehr farbenfroh gekleidet waren.

Verschiedene – meist ebenfalls sehr farbenfroh und originell gekleidete – Gruppen führten Tänze vor.

Eine nicht ganz so originell gekleidete Teilnehmerin…

Das Gelände war der „teaching ground“ in Choglamsar, wo auch schon Kalacakra 2014 abgehalten worden war.

Vor 2 Tagen habe ich auf dem Gelände übrigens noch Schafe grasen gesehen.

Insgesamt ein schönes Fest, das stundenlange Sitzen in der prallen Sonne – es ist jetzt wieder heiß geworden – allerdings eine gewisse Herausforderung.

Gegensätze

Leh, 5.7.2018

Gestern in Hemis war es kalt, richtig kalt, und es hat geregnet. Heute in Leh…

Ein richtig schöner Spaziergang zum Königspalast bei warmem Wetter… Der Weg führt durch das Gewirr der Altstadt.

Oben angekommen, ließ ich mich wieder einmal von den ausgiebigen Foto-Sessions der indischen Touristen anstecken.

Zuerst ein Selfie-Versuch…

Und dann die Werke eines fachkundigen indischen Fotografen. 🙂

Aber ich will nicht vom Eigentlichen ablenken. Die Landschaft und das Wetter waren bezaubernd, Letzteres vor allem auch im Kontrast zum gestrigen.

Gestern in Hemis…

Beim Königspalast von Leh heute…

Klosterzelle

Hemis, 3.7.2018

Eine Übernachtung in einem ladakhischen Kloster, wie stellt man sich das vor? – Eh so ähnlich, oder?

Das passende Stiegenhaus dazu…

Da ich ja oft in Hemis zu tun habe und es doch relativ weit zum Hin- und Herfahren ist, wollte ich einmal probieren, wie es mit dem Übernachten dort ist. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Räume, die im Guesthouse des Klosters angeboten werden, „basic“ sind. Das stimmt auch. Aber es ist o.k., man erwartet ja auch nichts anderes.

Was ich allerdings nicht erwartet hatte, war, dass sich die etwas höhere Lage von Hemis noch einmal in Symptomen der Höhenkrankheit äußern würde. Das bedeutete wenig Schlaf und starke Kopfschmerzen in der Nacht.

Davor war ich viel in der Umgebung unterwegs, die Stimmung gegen Abend war sehr schön.

Eine meiner Gesprächspartnerinnen, die ich auf dem Weg traf und für die ich offensichtlich eine willkommene Abwechslung war.

Im winzigen Dorf, das unterhalb des Klosters liegt, wird immer gearbeitet und es gibt allerhand Nutztiere zu sehen.

Im Bereich des Klosters leben auch etliche Hunde, und anscheinend gar nicht so schlecht.

Stimmungsbild aus Hemis

Hemis, 2.7.2018

Ich meine damit nicht meine eigene Stimmung. 🙂 Sondern die wetterbedingte Stimmung, die in Hemis herrschte. Schön eigentlich, nicht heiß, so um die 20 Grad.

Hauptsächlich habe ich heute einmal das Kloster-Museum besucht, das hatte im März ja noch geschlossen.

Hemis liegt ca. 40 km von Leh entfernt, man braucht mit dem Auto ca. 1:15 h und fährt den Indus entlang. Schnell aus dem Fenster fotografiert…

Am Vormittag, von meinem Balkon in Leh aus, sah es noch so aus:

Baufortschrittsmeldung Moschee etc.

Leh, 1.7.2018

Der heutige Tag stand ja wieder unter dem Motto „Auswirkungen der Höhenkrankheit möglichst gering halten“. Das ist bei mir leider so, dass ich in den ersten 24 Stunden vorwiegend damit beschäftigt bin. Also: viel trinken, wenig bewegen, nicht bergauf gehen… Das heißt: Lehs Zentrum besuchen, einkaufen, in Lokalen herumsitzen…

Zum Zentrum von Leh lässt sich Folgendes berichten:

Die Moschee in der zentralen Marktstraße war ja bei einem meiner letzten Besuche plötzlich abgerissen und wird seither wieder aufgebaut. Die Plane vom letzten Mal ist nun einer Planke gewichen, die den Baufortschritt erkennen lässt.

Bisher allerdings nicht allzu beeindruckend.

Ansonsten habe ich heute nur „Il Forno“ anzubieten:

Eine Pizzeria auf einer Dachterrasse, von der aus man einen schönen Blick auf den „Main Market“ und den Palast im Hintergrund hat, heute – zwecks der Abwechslung – aus einer etwas anderen Perspektive fotografiert.

Wenig landestypisch, aber gut: Pizza Vegetariana. 🙂

Mehr gibt’s vorerst nicht zu berichten, außer vielleicht einem erfolgreichen Taschenlampenkauf, der notwendig wurde, weil ich meine zu Hause vergessen habe.