Einer der vielleicht schönsten Flüge der…

Leh, 1.7.2018

Wir hatten einmal einen Reiseführer über die Insel Karpathos, in dem fing die Beschreibung JEDES Strandes folgendermaßen an: „Einer der vielleicht schönsten Strände Griechenlands…“ (oder gar der Welt? – Ich weiß es nicht mehr).

Ähnliches ist mir beim Anflug auf Leh in den Sinn gekommen. Ich kenne ja nicht so viele Flugstrecken, aber mein persönlicher Favorit ist schon Delhi-Leh. „Eine der vielleicht schönsten Flugstrecken der W…“

Warten auf den Abflug in Delhi. Die Zusammensetzung der Reisenden lässt schon gewisse Rückschlüsse auf das Ziel zu.

Sobald wir den Smog Delhis hinter uns gelassen haben, erscheinen schon die Gipfel des Himalaya am Horizont.

Schneebedeckte Berge wechseln sich mit grauen Felswüsten ab.

Sobald das Industal in den Blick kommt, mischen sich grüne Farbflecken in das Graubraun.

Zum Schluss geht es den Fluss entlang, der zeitweise ziemlich nahe kommt, ebenso wie die Felsen rechts und links.

Kurz vor der Landung auf dem Flughafen, dessen Landebahn wieder Ähnlichkeiten mit einer Wüste hat..

Nach zwei fast durchwachten Nächten (Nachtflug Wien-Delhi und am nächsten Tag um 3 Uhr Früh wieder einchecken für Delhi-Leh) Ankunft im Guesthouse in Leh. Ich kenne die Familie und Hausbrauch schon recht gut, weil ich schon zum dritren Mal hier wohne.

LADAKH 07/2018

Leh, 1.7.2018

„Schreibst eh wieder deinen Blog weiter…?“ – Das habe ich in den letzten Tagen öfter gehört.
Eigentlich hatte ich es nicht unbedingt vor. Denn ich bin ja nun schon zum x-ten Mal in Ladakh, der Neuigkeitswert der Bilder wird sich vermutlich in Grenzen halten.
Jemand hat meinen Einwand letztens folgendermaßen kommentiert: „Na, dann schreibst halt diesmal was anderes dazu, zu den Bildern.“

So einfach ist das also. 🙂

Ich bin diesmal in erster Linie hier, um für meine Masterarbeit zu recherchieren. Ob das Urlaub oder Arbeit sei, haben manche gefragt.

Schwer zu beantworten, es ist sicher nicht in erster Linie Urlaub. Ich will ja etwas herausfinden und weiterbringen, und die Arbeit soll in absehbarer Zeit fertig werden. Ich werde mir da bestimmt selbst einen gewissen Druck machen.

Aber ich kann auch nicht abstreiten, dass ich sehr gerne hier bin und mir die Landschaft, Kultur etc. ausgesprochen gut gefallen.

Also – vorerst unentschieden. Wir werden ja sehen. 🙂

Fazit: Ich werde also doch wieder was schreiben, soweit Internetsituation und Zeitressourcen das zulassen.

Flughäfen, Abflüge und Ankünfte

Leh, 1.4.2018

Leider neigt sich mein Aufenthalt ja schon wieder dem Ende zu und ich muss zurückfliegen, zuerst einmal nach Delhi. Die Abflughalle des Flughafens von Leh ist sehr überschaubar und irgendwie von Lokalkolorit geprägt.

Man beachte die bemalten Säulen.

Die Boarding Gates sind diese Türen, die man im folgenden Bild sieht. Vor Abflug muss jeder Passagier/jede Passagierin sein eingechecktes Gepäckstück noch einmal identifizieren, d.h. ins Freie gehen und bestätigen, dass der aufgegebene Koffer oder Rucksack dort liegt – bereit zum Abtransport ins Flugzeug.

Abflug aus dieser faszinierenden Bergwelt des Himalaya…

Landeanflug auf Delhi – und Eintauchen in den Smog, der fast immer über der indischen Hauptstadt liegt.

Unerwartet vertraute Worte am Flughafen in Delhi – nach Abholen des Gepäcks vom Förderband, erneutem Einchecken und nochmaliger (in Indien extrem genauer) Sicherheitskontrolle… Das passt gut vor dem Abflug nach Wien.

Irgendwo über den Wolken, zwischen Indien und Österreich…

Überpünktliche Landung in Wien und ein gewisses Staunen darüber, dass es doch wieder so reibungslos geklappt hat, diese Distanzen – nicht nur geografischer Natur – zu überwinden. Um halb 5 Uhr Früh bin ich in Leh, der auf 3500 m Seehöhe gelegenen Hauptstadt Ladakhs, aufgestanden, um 18:30 Uhr betrete ich in Schwechat österreichischen Boden. Dazwischen jede Menge Sicherheitskontrollen (in Delhi muss ich immer sogar die Wanderschuhe ausziehen), Aufenthalte in zwei völlig unterschiedlichen Flughäfen und jede Menge unterschiedlicher Bilder aus der Vogelperspektive.

In und um Leh

Ich bin zwar schon wieder zurück, aber da das Internet am Ende meines Aufenthalts in Leh ganz ausgelassen hat, gibt es noch etwas nachzuliefern.

31.3.2018

Am letzten Tag beschloss ich, nirgends mehr hinzufahren, sondern an den Stadtrand von Leh zu gehen, dorthin, wo die Straße ins Nubratal beginnt. Dort war ich (zu Fuß) noch nie.

Auf dem Weg kam ich an einer Stele vorbei, die früher eine Quelle markierte und Verunreinigungen – wohl eher auch spiritueller Art – verhindern sollte. Auch heute noch machen die PassantInnen einen Umweg, um im Bogen um die Säule herum zu gehen.

In der Gegend liegen auch einige Schulen, die Kinder hatten gerade aus. In Indien gibt es Schuluniformen.

Eine interessante Perspektive zur Frage „Wozu lernen?“ am Eingang zu einer anderen Schule: Come – learn – leave – serve.

Am Stadtrand wird es zunehmend ruhiger und einsamer.

Dort gibt es auch eine Großbaustelle, „Trans Himalayan Cultural Center“, was immer das auch genau wird.

Auf dem Rückweg fand ich endlich einmal das Tor zum Sankar Kloster offen stehend, zumindest das zum Innenhof. Ich war schon ein paarmal da, aber bisher bin ich nie hineingekommen. Das Kloster selbst war auch diesmal wieder zu; man muss anscheinend ein sehr gutes Timing haben, um es offen vorzufinden.

An dieser pittoresken Stelle kam ich auch vorbei.

Nahe des Hauptplatzes gibt es einen heiligen Baum.

Gipfel-Sieg

Leh, 30.3.2018

Der höchste zu bezwingende „Hausberg“ Lehs ist der Namgyal Tsemo (Gipfel des Siegs). Was für ein Name.

So sieht das zu bezwingende Objekt von unten, also von der Höhe des Palasts (der auch schon höher als Leh liegt), aus.

Langsame Annäherung…

Und oben angekommen…

Da heute ein sehr sonniger Tag ist, ist die Aussicht wunderbar, wie eigentlich immer, wenn ich hier war. Aber oben weht ein sehr starker Wind, und es ist kühl.

Irgendwo im Hintergrund wird ein riesiges, dreidimensionales Mandala gebaut. Ich glaube, ich habe die Baustelle von hier aus gesehen.

Verdientes Essen in einem – nach der Winterpause heute erstmals wieder geöffneten – tibetischen Restaurant.

Durch die Stadt und zum Palast

Leh, 30.3.2018

Da ich mir heute „frei“ genommen habe, also nicht zu irgendwelchen Klöstern oder Stupas gefahren bin, gibt es wieder einmal Fotos aus Leh zu sehen.

Im Marktviertel…

Am Rande von Leh…

Auf dem Weg „außen herum“ zum Palast…

Der ehemalige Königspalast aus dem 16. Jh., von weitem…

…und nahe.

Man beachte die Bevorzugung der „German orthography“.

Dorfleben

Hemis, 29.3.2018

Im Eingangsbereich zum Tempel in Hemis sind Schutzgottheiten aufgemalt.

Neben dem Kloster, in dessen Umgebung ich mich viel aufhalte, liegt ein winziges Dorf. Alles ist dort sehr traditionell und einfach.

Die Kühe, deren Fladen wir schon gesehen haben…

Die Landschaft rundum, heute bei zeitweise recht kaltem Wetter. Mit Winterjacke aber kein Problem.

Auf der Rückfahrt gab es wieder eine Hundegeschichte zu beobachten, diesmal endete sie für den frechen Kleinen nicht so gut.